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digital signage how to: Wie Sie Ihr erstes kleines System aufsetzen

Egal ob Sie ein Display oder 100 Displays bespielen wollen, die Fragen, vor denen Sie stehen und die Lösungen, die Sie hierzu finden müssen, sind die gleichen. Wir sind im Rahmen unserer Beschäftigung mit der Thematik immer wieder auf folgende Fragestellungen gestoßen:

Vorabfragen zum Digital Signage System

1. Wie erstelle ich die einzelnen „Screens“ oder Slides (also die einzelnen Werbebildschirme, die nacheinander abgespielt werden)? Diese Frage beantwortet die Content-Management-System (CMS) Software.

2. Wie kommen die Daten zum einzelnen Display. Wir gehen hier mal davon aus, dass Ihr Unternehmen über das USB-Stick-per-Post Stadium hinaus ist.

Hier kommen bei mehr als einem Display aus unserer Sicht nur Internet/Cloud-basierte Digital Signage Lösungen in Frage.

3. Wie werden die Daten auf dem Fernseher vor Ort abgespielt? Diese Frage zielt auf einen Mediaplayer-PC … was erzeugt und steuert die Grafik auf dem TV-Bildschirm?

Benötigte Bauteile

Für unsere Fragestellung benötigen wir also vor allem ein Content Management System, dass uns die Screens erstellen lässt und sie zu dem bestimmten oder allen Displays überträgt und steuert.

Und wir brauchen Hardware, die den – aus unserer Sicht völlig ausreichenden handelsüblichen – Fernseher zum Empfang und Abspielen der Daten befähigt. Wir sind für uns zu der Lösung gekommen, technisch eine Webseite auf dem Standard-Fernseher laufen zu lassen und viele heutige Smart-TV werden inzwischen auch mit einem Browser ausgeliefert.

Der Mediaplayer-PC (Medienbox)

Unserer Erfahrung nach sind diese aber nicht für einen zuverlässigen Einsatz geeignet, deshalb arbeiten wir mit einem von uns entwickelten Mediaplayer (TheBox) als Abspielgerät.

Auch erlaubt uns diese Konfiguration die vollständige Kontrolle inklusive Fernwartung.

Als Mediabox eignen sich vielfach sogar die sehr günstigen Raspberry Pis, die Sie darauf konfigurieren, eine bestimme URL mit einem Browser aufzurufen, auf der Ihr „Programm“ läuft.

Wir machen mit Rechnern der Fa. ZOTAC hervorragende Erfahrungen, was die Zuverlässigkeit im kommerziellen Umfeld und unter 24/7 Dauerbelastung angeht.

Das Display (Bildschirm)

Und wir benötigen natürlich das Display selbst. Hier machen wir sehr gute Erfahrungen mit normalen Fernsehern.

Vielfach sehen wir spezielle Monitore für Digital Signage angeboten, zu einem recht hohen Preis. So ein spezieller Monitor kann Sinn machen an sehr hellen Orten (Bildschirmhelligkeit) oder wenn besondere Robustheit (Ausseneinsatz) erforderlich ist.

In den meisten Fällen aber reicht die vom Hersteller gegebene Gewährleitung eines handelsüblichen Fernsehers völlig aus. Die verlängerte Garantie auf den speziellen Bildschirm rechtfertigt unserer Erfahrung nach nicht den wesentlich höheren Preis der Anschaffung.

Sehr gut ausgestattete 4K Fernseher gibt es heutzutage schon für unter 500 EUR. Oft kann man für diesen Preis den Fernseher 3-5 Mal erneuern, bis man auf den Preis der speziellen Displays kommt.

Wichtig ist, dass die Bildschirmgröße zu der Aufgabe passt: Ein Fernseher über dem Kassenbereich eines Marktes unserer Kunden sollte für uns z.B. mindestens 65 Zoll Bildschirmgröße haben, um seine volle Wirkung zu entfalten.

Auch empfehlen wir keine Kombisysteme, in denen der Mediaplayer in den Fernseher integriert ist. Wenn ein Bauteil ausfällt, muss das ganze System ausgetauscht bzw. repariert werden.

Wir bevorzugen den Ansatz, dass jedes Teil an sich nicht viel kostet und schnell gewartet bzw. ausgetauscht werden kann.

Eigenschaften des Content Management Systems für digitale Screens

Die Content Management Software (CMS) ist das Herzstück einer jeden Digital Signage Installation.

Von der Benutzersteuerung (wer hat Zugriffsrechte?) über den Editor (Slide Entwicklung) bis hin zur Einbindung von aktuellen Themen (z.B. Sportnachrichten) und einer Zeitsteuerung (zeige diesen Screen vom 8.12. bis 17.12.) – all das steht und fällt mit dem Content Management System.

Das Digital-Signage Content Management System übernimmt die komplette Steuerung der Inhalte auf allen angeschlossenen Displays und ermöglicht den registrierten Benutzern die Anlage, Änderung und Löschung von anzuzeigenden „Screens“.

Auch bieten viele CMS für Digital Signage verschiedene Templates, wie ein Bildschirm aussehen soll, also z.B. vier auf dem Bildschirm zu zeigenden Bereichen, die der Anwender dann füllen kann.

Viele Content-Management-Systeme bieten auch vorentwickelte sogenannte Widgets, also z.B. die Uhrzeit oder Nachrichten. So lassen sich die verschiedenen Anforderungen an einen Bildschirm einfach erfüllen.

Devicemanagement

Ein weiteres Feature des Systems kann ein Devicemanagement sein, also dass die entfernten Bildschirme (wir nennen sie „Terminals“) technisch ferngewartet, mit Updates versehen und gesteuert werden können. Dies ist ausgesprochen sinnvoll, aber keine essenzielle Funktion des Systems.

Dennoch empfinden unsere Kunden dieses Feature als ausgesprochen hilfreich, da wir dem Kunden bei Anruf über die Schulter schauen können und dasselbe sehen, was der Kunde sieht. Auch können wir so überprüfen, ob z.B. ein eingespieltes YouTube Video hängt oder der voreingestellten Zeit raum wirklich ausreichend eingeplant ist. Manchmal unterscheiden sich eben die Previews im Content-Management-System und die Ergebnisse in der Wirklichkeit auf den Displays.

How to: Wie Sie ein einfaches Digital Signage System selbst zusammenbauen

Sie benötigen:

  • einen Server (kann ein günstiger VPS Server sein) – wir sind grosse Fans der Fa. Hetzner, aber auch Strato oder 1&1 bieten gute und günstige VPS (Virtual Private Server) an, die für wenige Euro im Monat für unsere Klerinsystem-Belange völlig ausreichend sind. Achten Sie darauf, dass der Server WordPress geeignet ist.
  • eine Domain (Internetadresse), auf diesen Server verweisend – wenn Sie einen Serverzugang anmieten, ist eine Domain oft schon im Preis enthalten.
  • auf diese Domain installieren Sie WordPress
  • als Plugin ergänzen Sie FoyerTV zu WordPress hinzu
  • im FoyerTV Editor legen Sie ein Display und einen Channel an
  • notieren Sie die angezeigte URL für den „Feed“ (die Inhalte)
  • befüllen Sie den Channel mit den von Ihnen gewünschten Inhalten
  • Sie benötigen einen PC (Windows/Linux/MacOS…), ein Raspberry Pi ist eine gute Option
  • Verbinden Sie diesen PC mit einem Bildschirm (z.B. mit einem HDMI-Kabel)
  • Installieren Sie Google Chrome auf dem Rechner
  • Starte Chrome per Kommandozeile im Kioskmodus
    • Pfad-zu-Chrome.exe -kiosk -fullscreen "URL, die Sie anzeigen möchten"

Damit haben Sie Ihr erstes Digital Signage System aufgesetzt.

Das von uns anderer Stelle schon hochgelobte FoyerTV gibt Ihnen viele weitere Möglichkeiten, das System wachsen zu lassen.

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